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Status: kritisch

fair"

„Fair" ist außerhalb von Fairtrade-Zertifizierungen ein generischer Sozial-Begriff — ohne Drittzertifizierung wird er ab Stichtag angreifbar.

Rechtsgrundlage: UWG §5 Abs. 2/3 i.d.F. EmpCo-Umsetzung

Was bedeutet „fair"?

„Fair" suggeriert Gerechtigkeit in der Lieferkette — gerechte Löhne, faire Arbeitsbedingungen, faire Preise für Produzenten in Entwicklungsländern. Das Wort hat anders als „klimaneutral" einen sozialen statt einen ökologischen Fokus, fällt aber unter denselben Maßstab: Pauschale Behauptungen ohne Beleg sind irreführend (UWG §5).

Warum ist der Begriff kritisch?

Eine pauschale Behauptung wie „fair produziert" ohne ILO-Konformitäts-Nachweis, Fairtrade-Lizenz oder vergleichbares Zertifikat ist als unsubstantiierte Aussage angreifbar (UWG §5). Besonders kritisch: Eigen-Logos, die wie ein Nachhaltigkeitssiegel aussehen, ohne dass ein anerkanntes Zertifizierungssystem dahintersteht — die neue Schwarze Liste (UWG-Anhang zu §3 Abs. 3 Nr. 2a) erfasst unzulässige Nachhaltigkeitssiegel als Per-se-Verstoß.

Typische Fundstellen in der Praxis

  • „Fair produzierte Kleidung" ohne Fairtrade-/GOTS-Zertifikat
  • „Fair gehandelter Kaffee" ohne FLO-ID
  • „Faires Eigen-Siegel" als selbst gestaltetes Logo
  • „Fair zur Umwelt" als Sozial-Umwelt-Mix-Headline

Anerkannte Nachweis-Formen

  • Fairtrade International (FLO)
  • Fair Wear Foundation (Textil)
  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • Rainforest Alliance (mit Sozial-Standards)

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nachhaltig"biologisch"ökologisch"regional"

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: 2026-06-08.